Fahrradtour des Gewerbeverein Beelen

Interessierte Mitglieder besuchten Gut Emstal in Warendorf

Am „Tag der Deutschen Einheit“ trafen sich interessierte Mitglieder des Gewerbevereins zu einer gemeinsamen Fahrradtour auf dem Villers-Ecalles-Platz in Beelen. Ziel der Unternehmung war das „Gut Emstal“. In der Mittagszeit ging es los auf der Neumühlenstraße Richtung Vohren. Schon nach einigen Minuten wurde die zwanzigköpfige Gruppe von dem ersten Regenschauer überrascht. Nach einer kurzen Pause unter schützenden Bäumen ging es weiter bis zu einer Schutzhütte, wo die Mitglieder von einem weiteren heftigen Regenschauer zu einer zweiten Pausen gezwungen wurde. Mit einiger Verspätung erreichten sie das Ziel, wo der Gutsverwalter Hans Aschenbrenner schon auf sie wartete.

Dem schlechten Wetter zum Trotz wurde aus dem Besuch einer der außergewöhnlichsten Bauwerke im Kreis Warendorf eine zweistündige spannende Führung, die Hans Aschenbrenner mit vielen Anekdoten und Pointen auszuschmücken wusste. Selbst bei den kleinsten Teilnehmern – der jüngste Spross von Familie Ortkras ist gerade einmal drei Jahre alt – kam keine Langweile auf, denn auf dem Gelände und in den Stallungen gab es immer etwas zu sehen.

Der landwirtschaftliche Betrieb umfasst 101 Hektar Wald, Weide- und Ackerland. Gebaut wurde das Projekt - Landwirtschaftsbetrieb mit Pensions-Pferdehaltung - von Bauherr Josef Besselmann. Ein Großteil der Fläche wird derzeit für die Gewinnung von Heu genutzt, welches von vielen Reitbetrieben in und um Warendorf auf Grund seiner hervorragenden Qualität sehr geschätzt wird. Ein weiterer Teil der Fläche steht dem Naturschutz zur Verfügung. Hier leben einige seltene Vogel und Amphibienarten, die hier ungestört brüten können. Auf den ausgedehnten Weiden grasen schottische Hochlandrinder, die mit ihren langen Hörner sehr exotisch wirken.

Auch eine sehr seltene Vogelart hat auf Gut Emstal eine Heimat gefunden: Der bunt-schillernde Eisvogel. Um diesen Bewohner halten zu können, wurde eine Mauer, die am Ufer eines Sees nicht mehr den nötigen Halt hatte, mit viel Aufwand neu gebaut, so dass der Eisvogel hier ungestört brüten kann. Laut Hans Aschenbrenner ist eine kleine Sensation eingetreten, denn zwei Eisvogelpaare haben die Mauer als Brutstätte angenommen. Das hat sogar renommierte Ornithologen überrascht, da Eisvögel einen Brutplatz normalerweise für sich allein beanspruchen.

Aber nicht nur Flora und Fauna auf Gut Emstal versetzten die Beelener Besucher ins Staunen. Die Stallungen und Nebengebäuden erwiesen sich als echte „Hingucker“. Beim Bau der Fachwerkgebäude wurden ausschließliche traditionelle und hochwertige Materialien verwendet, wie zum Beispiel Eichenholz, Ibbenbürener Sandstein und Edelstahl. Die Kombination der Werkstoffe und der außergewöhnliche Baustil machen den unglaublichen Charme des Gutshofes aus. Auch hier wurden viele Details ausführlich erläutert und mit netten Anekdoten gespickt.

Nach zwei Stunden beendete Hans Aschenbrenner seine unterhaltsame Führung und die Beelener Radler traten den Heimweg an. Zum Glück hatte sich das Wetter gebessert, so dass man trocken nach Hause kam. Der kulinarische Abschluss fand im Hotel „Schumacher“ statt, wo ein festlich geschmückter Tisch schon auf die hungrigen Radler wartete. Dort wurden die gewonnenen Eindrücke in Gesprächen noch einmal verarbeitet und gemeinhin beschlossen, im kommenden Jahr besseres Wetter für den Ausflug des Gewerbevereins bei Petrus zu bestellen.

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